Dienstag, 22. November 2011

Anthropozän zieht um

Liebe Blogleser,  meine Bloggeraktivitäten bezüglich des Anthropozäns ziehen um. Bei SciLogs/WissensLogs gibt es nun meinen Blog "Der Anthropozäniker - Unswelt statt Umwelt". Ich würde mich freuen, wenn Sie mich auch dort besuchen. Dieser "Ach-du-lieber-Darwin"-Blog bleibt bestehen, wird sich aber v.a. auf die Verlinkung spannender Artikel beschränken sowie weiterhin gelegentlich zu Themen rund um die Evolution berichten.

Auf dem "Anthropozäniker" gibt es mit Stand dieses Schreibens zwei Blogbeiträge:
Das Anthropozän - von der Umwelt zur Unswelt
Das Anthropozän - jetzt wächst zusammen, was zusammengehört

Viel Spaß beim Lesen, wo auch immer

Ihr/Euer Reinhold Leinfelder

Sonntag, 6. November 2011

Globale Ernährungssicherheit im Anthropozän

Aus Public Security News: Energie und Rohstoffe, vom 3.11.2011

Landwirtschaft in Almeria/Spanien. Foto
aus National Geographic, via
architectsandartisans.com/blog
Für und wider konventioneller und ökologischer Landwirtschaft für die Ernährung der nun offiziell auf sieben Milliarden Menschen angewachsenen Weltbevölkerung standen im Mittelpunkt der diesjährigen Herbsttagung des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) in Berlin. „Wir werden einen ‚food crash’ erleben, warnte BÖLW-Geschäftsführer Dr. Alexander Gerber.

Der BÖLW-Vorstandsvorsitzende Dr. Felix Prinz zu Löwenstein hatte kürzlich ein Buch mit diesem Titel veröffentlicht. Auch die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken setzte entsprechende Prioritäten. Sie wolle der „Ernährungssicherheit einen hohen Stellenwert einräumen, weil das eben letztendlich über allem steht.“ Seit etwa 1950 hätten sich alle dafür negativen Faktoren extrem beschleunigt, so Prof. Dr. Reinhold Leinfelder. Als Mitglied des „Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen“ (WBGU) vertritt er die These vom „Anthropozän“, einem irreversibel vom Menschen dominierten Erdzeitalter. Die mittlere Bodenerosionsrate habe seit 500 Millionen Jahren bei 24 Metern pro einer Million Jahre gelegen, so Leinfelder. Heute seien es bereits 700. Daran sei die Landwirtschaft besonders beteiligt.

Ökologischer Landbau; Bild via
celotajs.lv/cont/tour/tours/images/Cukas.jpg
Der WBGU schätzt, dass der weltweite Nahrungsbedarf bis 2050 um bis zu 70 Prozent ansteigt. Dazu trügen die sich in Schwellenländern verändernden Ernährungsgewohnheiten bei. Auch die durch die zunehmende Nutzung von Bioenergie verursachte „Teller-Tank"-Problematik“ existiere tatsächlich. Das Kyoto-Protokoll habe hier sogar noch Fehlanreize gesetzt, so Leinfelder. Der Wissenschaftler plädiert allerdings für einen systemischen Ansatz. Bei allen Versuchen umzusteuern müssten immer die sozialen Folgen berücksichtigt werden. .....

>> im Originalartikel weiterlesen

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Forschung und Bildung für das Anthropozän

Mexiko-City ( National Geographic)
Am 12.10.2011 erschien in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Artikel zur Notwendigkeit der Verstärkung interdisziplinärer und transdisziplinärer Forschung für das Anthropozän bzw. für die notwendige Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft aus der Feder des Blogautors. Der Artikel war bislang nicht online verfügbar, ist aber nun für Interessierte im FAZ-Archiv online erhältlich. Hier Titel und Vorspann:

Von der Umweltforschung zur Unsweltforschung - von Reinhold Leinfelder

Der Mensch erscheint im Anthropozän: Zwischen Natur und Zivilisation zu unterscheiden ist angesichts der gesellschaftlichen Eingriffe ins Klima, in die Pflanzen- und Tierwelt, die Meere und Landschaften nicht sinnvoll. Was aber bedeutet das für die universitäre Forschung? Wie kann sie sich auf das Anthropozän einstellen?  .....

Der annähernd ganzseitige Artikel ist erschienen in der FAZ vom Mittwoch, den 12.10.2011, Nummer 237, Seite N5,  Forschung und Lehre. Er ist (kostenpflichtig) erhältlich im FAZ-online-Archiv unter:
http://tinyurl.com/6jv5noj
bzw. unter: http://www.seiten.faz-archiv.de/faz/20111012/fd1n201110123262818.html
(Hinweis: der Artikel kostet über den ersten Link 1Euro, über den zweiten Link 2 Euro).

(Foto von Mexico-City © und eingelesen von http://ngm.nationalgeographic.com/2011/03/age-of-man/anthropocene-photography)